Taiji Qigong Bayreuth – Manfred Spiske

Qigong

„Der Mensch lebt inmitten von Qi,
und Qi erfüllt den Menschen.
Angefangen von Himmel und Erde
bis zu den 10.000 Wesen,
alles bedarf des Qi, um zu leben.”

Qi

Wird weitläufig übersetzt als Lebenskraft oder Energie im Sinne von körpereigener Vitalkraft. Es ist ein zentraler Begriff aus der chinesischen Philosophie und Medizin. Dieser Begriff beschreibt allerdings ein äußerst weites Spektrum an Anwendungs- und Bezugsmöglichkeiten im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin und der chinesischen Philosophie.

Gong

Wird übersetzt als Arbeit, Fähigkeit oder Erfolg durch Ausdauer. Beschreibt also die Tätigkeit des Übens, des sich Vervollkommnens und des sich Entwickelns.

Qigong

Diese Bezeichnung wird seit den fünfziger Jahren für Übungen verwendet, in denen das Qi des Menschen durch den Menschen selbst genährt und gepflegt wird. Unter diesem Begriff wird eine Vielzahl verschiedener Bewegungsformen angeboten.

Manfred Spiske Taiji und Qigong Schule Bayreuth

Manfred Spiske Taiji und Qigong Schule Bayreuth

Früher wurden diese Übungen als das Lebensprinzip nähren oder Übungen zur Lebenspflege genannt. Diese Bezeichnungen finde ich wesentlich trefflicher in ihrer Beschreibung und sie zeigen uns die enge Beziehung zur chinesischen Philosophie.

Bei den Übungen unterscheidet man zwischen:

  • Jinggong — Übungen in Ruhe oder auch Stilles Qigong
  • Donggong — Übungen in Bewegung oder auch Bewegtes Qigong

Weiterhin werden die Übungen nach ihrer Herkunft unterschieden in:

  • Daoistisches Qigong
  • Konfuzianisches Qigong
  • Buddhistisches Qigong
  • Kampfkunst Qigong
  • Medizinisches Qigong

Obwohl es viele unterschiedliche Übungsformen gibt, basieren alle auf drei grundlegenden Prinzipien:

  • Diaoshen — den Körper in die korrekte Stellung bringen
  • Diaoxi — den Atem regulieren
  • Diaoxin — den Geist zur Ruhe bringen

Diese drei Prinzipien werden im Unterricht durch kontinuierliches Üben und individuelle Korrekturen vermittelt.

Die Voraussetzungen für unsere Arbeit wird eine korrekte Stellung der jeweiligen Übung, also ein entspannter Körper, schaffen. Durch einen entspannten Körper schaffen wir wiederum die Voraussetzungen für einen entspannten Geist und somit kommen wir zu mehr Gelassenheit in unserem Leben und Denken.

Schaffen wir es, diese ersten zwei Prinzipien umzusetzen, so beeinflussen wir dadurch wesentlich unser vegetatives Nervensystem und kommen somit zu einer entspannten und tiefen Atmungsweise, die ganz natürlich wiederum förderlich für einen entspannten Körper und einen entspannten Geist sorgt. Ganz nebenbei fördert eine tiefe Atmung auch sämtliche Organe in ihrer Funktionsweise.

Menschen, die anfangen Qigong zu lernen, berichten über ganz individuelle positive Erfahrungen: Schlafschwierigkeiten verschwinden, die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich, das Gefühl, ausgeglichener zu sein, stellt sich ein, die Kopfschmerzneigung wird gemildert oder verschwindet ganz, Gelenk- (insbesondere Schulter-) und Rückenbeschwerden bessern sich und, und, und …

Durch das bewusste und langsame Ausführen der Übungen wird im Wesentlichen die eigene Wahrnehmung geschult, was uns letztendlich hilfreich unseren eigenen WEG erkennen und hoffentlich auch gehen lässt.