Taiji Qigong Bayreuth – Manfred Spiske

Taijiquan

„Geschmeidig wie ein Kind, gesund wie ein Holzfäller, gelassen wie ein Weiser”

Taijiquan (auch Tai Chi Chuan geschrieben) ist nicht nur eine alte chinesische Kampfkunst sondern auch eine Bewegungskunst, die der Gesundheit förderlich ist.

Sie dient der Kultivierung des Lebens und der ganzheitlichen Entwicklung von Körper und Geist. Taijiquan ist meditativ und körperkräftigend, es fördert die Entfaltung der inneren Energie (Qi) und ist sowohl therapeutisch als auch kämpferisch einsetzbar.

Taiji

Wird als die Mutter von Yin und Yang bezeichnet und steht für das allerhöchste Prinzip, entsprechend der Großen Leere und dem Tao (das Namenlose, Absolute, der Weg).

Quan

Bedeutet soviel wie Faust oder Kampfkunst (Boxen).

Manfred Spiske Taiji und Qigong Schule Bayreuth

Manfred Spiske Taiji und Qigong Schule Bayreuth

Über den Ursprung des Taijiquan gibt es einige Legenden. Es ist aber schwer nachzuvollziehen, wo und wie Taijiquan entstanden ist.

Als gesichert gilt allerdings, dass Taijiquan bis zum 19. Jahrhundert nur innerhalb von Familien und Klöstern geübt und weitergegeben wurde. Die Familie Chen aus Chenijagou spielte bei der Entwicklung des Taijiquan eine herausragende Rolle.

Das Taijiquan basiert auf 13 grundlegenden Techniken, die in allen Stilen zu finden sind.

Acht Handbewegungen (BaMen)

  • Abwehren (Peng)
  • Ziehen (Lü)
  • Stoßen (Ji)
  • Drücken (An)
  • Entwurzeln (Cai)
  • Spalten (Li´e)
  • Ellbogenstoß (Zhou)
  • Schulterstoß (Kao) Fünf Schrittarten (WuBu)
    • Vordringen (Jinbu)
    • Zurückweichen (Tuibu)
    • nach links blicken/gehen (Zuogou)
    • nach rechts blicken/gehen (Youpan)
    • in der Mitte zentrieren (Zhongding)

Taijiquan wird in Formen geübt. Diese bestehen aus vorgegebenen Figuren oder Bildern, die fließend aneinandergereiht gelaufen werden. Am Anfang stehen verschieden lange Hand-Formen. Beherrscht man eine Hand-Form gut, besteht die Möglichkeit, Formen mit Waffen zu erlernen. Es gibt Formen, die mit dem Schwert, Säbel, Kurzstock, Langstock oder Fächer ausgeführt werden.

Man unterscheidet zwischen fünf großen Stilen:

Der Chen-Stil gilt als Ursprungsstil und wird von der Familie Chen auch heute noch geübt und gelehrt.

Yang Lu Chan entwickelte den Yang-Stil. Er unterrichtete Taijiquan das erste Mal öffentlich in Peking. Der Yang-Stil entwickelte sich zum weltweit bekanntesten Taijiquan-Stil. Aus dem Yang-Stil entwickelte sich der neue Wu-Stil. Der alte Wu-Stil entwickelte sich direkt aus dem Chen-Stil. Aus dem alten Wu-Stil entwickelte sich dann der Hao-Stil und daraus wiederum der Sun-Stil.

Chen Man Ching, ein Taiji-Meister, antwortete einmal auf die Frage, warum er Taijiquan übe:

„Der wichtigste Grund ist, dass dir, wenn du endlich zu einer gewissen Einsicht gelangt bist und verstehst, worum es im Leben geht, dann noch etwas Gesundheit geblieben ist, um es zu genießen.”

Und ein altes chinesisches Sprichwort sagt:

„Wer Taijiquan regelmäßig übt, erlangt die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Gesundheit eines Holzfällers und die Gelassenheit eines Weisen.”

Taijiquan eignet sich für Menschen jeden Alters und jeder Konstitution. Durch ein sanftes und regelmäßiges Training wird sich nach und nach ein tiefes Verständnis für die Bewegungen des Taijiquan und die Weisheit der chinesischen Philosophie einstellen.